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J U L E S

Greenbirds fly…

Ihre Musik verbindet auf interessante und originelle Art die Genres Singer/Songwriter und Jazz. Mit dabei hatte sie exzellente Begleiter: Julian Losigkeit am Schlagzeug, Jan Dittmann am Kontrabass und Lukas Derungs am Flügel. Zusammen mit der Band gelingen der Sängerin sowohl atmosphärische Songs mit interessanten Texten, als auch jazztypische Interaktion und Improvisationen aller Musiker.“

– Gereon Hoffmann

Eine Frau, eine Gitarre – Jules bereist die kleinen und großen Bühnen Deutschlands um mit ihren eigenen Liedern Geschichten zu erzählen, von der Liebe, vom Reisen, kurz : vom Leben. Aufgewachsen ist die 25-Jährige im Münchner Westen und lebt nun in Mannheim für die Musik. Ihre Eigenkompositionen verbinden Acoustic-Soul und Pop mit Einflüssen aus dem Jazz und leben von ihrer farbenreichen und ausdrucksstarken Stimme. Nicht nur solistisch, auch in den verschiedensten Besetzungen, ob Quartett oder mit kleinem Orchester, es zeigen sich immer wieder spannende neue Facetten ihrer Musik. Ihr Publikum möchte sie für einen Abend aus dem Alltag entführen, es zuhören und vielleicht sogar etwas träumen lassen.

Die beiden Sängerinnen, Hanna Sikasa und Jules, haben ein zauberhaftes Format für sich entdeckt: Wohnzimmerkonzerte. Mit intimen Doppelkonzerten singen und bespielen Hanna an Klavier und Jules an der Gitarre kleine und große Wohnzimmer, Ateliers, Bauernhöfe, Yogastudios und und und… Gemütlich und aufregend zugleich!

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Die Presse:

Welt Am Sonntag – Die Stimme Des Schwarms – Mai 2016

Julia Nagele alias Jules will mit ihren Songs verzaubern. Um möglichst viele Menschen zu begeistern, geht die 25-Jährige ungewöhnliche Wege – und rockt so die Wohnzimmer der Republik

Eine junge Frau sitzt im dicken braunen Wintermantel mit Fellkragen in einem beleuchteten Innenhof. Unter dem Überwurf trägt sie Jeans-Latzhose und ein weinrotes Shirt. In der Hand hält sie eine Gitarre. Mit einem Lächeln greift Jules in die Saiten und spielt eine wunderbar verträumte Melodie, die perfekt zur abendlichen Stimmung passt. Zwischendrin steht die 25-Jährige auf, ihr schmales Lächeln wird zum breiten Lachen, sie lockert den Griff ums Instrument, funktioniert die Gitarre in dem Video für ihre Crowdfundingkampagne andeutungsweise zum Gewehr um und gibt einen imaginären Schuss ab. Vielleicht der stille Startschuss für eine große Karriere.

Laute Töne sind ohnehin nicht ihr Ding. „Ich bin Musikerin, weil ich meine Musik spielen, nicht weil ich berühmt werden will“, erklärt Jules, die eigentlich Julia Nagele heißt und aus Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck kommt. Für ihre farbenreiche und ausdrucksstarke Stimme, so die Jury, wurde sie vor zwei Jahren mit dem Giesinger Kulturpreis ausgezeichnet. Jetzt – nach über 50 Konzerten in kleinen Clubs und großen Wohnzimmern allein im letzten Jahr – sei es an der Zeit, wie sie mit eben jener ausdrucksstarken Stimme sagt. Jules plant ihr erstes Album – und muss dafür schon vor der eigentlichen Produktion möglichst viele Menschen begeistern.

Crowdfunding heißt in dem Zusammenhang das Zauberwort, also eine Art Spendensammlung im Internet. Man bezahlt zum Beispiel 30 Euro jetzt und bekommt dafür später das Album inklusive Widmung. Für 70 Euro legt Jules noch eine Gesangsstunde obendrauf, für 400 Euro tritt sie beim edlen Spender zu Hause auf. 8000 Euro will sie so zusammenbekommen. Das Geld soll die Kosten für die Begleit-Musiker, Studiomiete, Mixing, Mastering und schließlich Pressung der Platten decken. Die Kampagne läuft noch genau eine Woche bis zum 22. Mai, es fehlen lediglich noch ein paar Hundert Euro. „Ich bin zufrieden“, sagt Jules. Die Idee des Crowdfunding gefällt ihr. Vor allem: „Man kann Leute einbeziehen, sie alle können Teil von etwas werden.“

Gemeinschaftsgefühl schön und gut. Aber reicht das, um heutzutage in einem so hart umkämpften Geschäft wie dem Musikbusiness mit knallhart kalkulierten und aufgrund der Digitalisierung teils drastisch wegbrechenden Margen erfolgreich zu sein? Crowdfunding, erklärt Jules, liege genau aus diesen Gründen voll im Trend. Darauf setzten viele Künstler. Außerdem ist es „heutzutage nicht unüblich, alles selbst zu machen“.

Alles machen, das liegt Jules ohnehin. Die Musikerin schreibt auch ihre Text selbst. Sie handeln von der Liebe und vom Leben. „Mein persönliches Tagebuch“, wie sie sagt. Die Musik entstehe dann aus der Sprache, die Melodie ergebe sich aus dem Text. „Musik ist überall.“ Die Themen für ihre Songs auch. „Ich setze mich nicht hin und sage, jetzt schreibe ich ein Lied.“ Ihre Musik habe sehr viel mit Popmusik zu tun, aber auch brasilianisch angehauchte, rockige und folkige Nummern sollen auf dem Debütalbum ihren Platz finden. Mit Begrifflichkeiten tut sich Jules schwer und will deshalb dem Ganzen keinen Namen geben. „Der Zuhörer soll entscheiden.“

Fest steht, dass auf dem Album Stücke aus den vergangenen sechs Jahren zu hören sein werden. Quasi ein „Best of“ zum Start. Ein absoluter Newcomer ist Jules ohnehin nicht. „Mein erstes Lied habe ich mit 14 geschrieben“, erzählt sie. Auch wenn es als kleines Mädchen nie ihr Wunsch gewesen sei, eines Tages Sängerin zu werden, spürte sie das Musiker-Gen irgendwann in sich. Von da an war klar, dass an der Musik kein Weg vorbeiführt. „Ich saß in der Schule und habe von der ersten Stunde an gedacht, wann komme ich raus, um Songs zu schreiben.“

Nach der zehnten Klasse ging Julia Nagele für ein Jahr nach Amerika, genau gesagt nach Albuquerque in New Mexico, Schüleraustausch. Dort habe sie viel Musik gehört, gemacht und geschrieben. Als sie zurück nach Bayern kam, stand der Entschluss, irgendwas mit Musik machen zu wollen. Sie gründete ihre erste Band, machte nach dem Abi eine Ausbildung zur Ensemble-Leiterin an der Jazz-School in München-Pasing und begann danach Jazz-Gesang zu studieren. Allerdings weit weg von daheim, in Mannheim.

„Mannheim ist eine interessante Musikerstadt“, lobt Jules ihre Wahlheimat. Klar, da sind die Söhne Mannheims, Xavier Naidoo und Co. Trotzdem: „Ich fühle mich definitiv als Münchnerin.“ Die Sängerin ist ein großer Natur-Fan, wie sie sagt, und liebt es, draußen zu sein, am liebsten im Fünf-Seen-Land, also irgendwo zwischen Ammersee und Starnberger See, wo Bayern mit am schönsten ist. In der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs muss sie trotzdem noch eine Weile ausharren. In acht Monaten will Jules an der Hochschule ihren „Bachelor“ machen. Und davor möglichst ihr erstes Album auf den Markt gebracht haben. Dafür rührt sie fleißig die Werbetrommel und greift zu durchaus ungewöhnlichen Maßnahmen.

Eine davon heißt: Wohnzimmerkonzert. Gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna Sikasa hat Jules allein im Februar 22 solcher Auftritte absolviert und die Wohnzimmer dieser Republik gerockt, vor allem bayerische, aber auch schwäbische und badische. Bis nach Österreich führte sie die Tour. Die Idee entstand aus der Frage, wo es am meisten Spaß mache, Musik zu spielen und zu hören. Ihre Antwort: genau, im Wohnzimmer. Dort könnten die Zuhörer gemütlich sitzen und lauschen. „Wir haben bei Facebook und über einen E-Mail-Verteiler einen Aufruf gestartet, wer will ein Wohnzimmerkonzert haben“, berichtet Jules. Die Resonanz war enorm. Gespielt wird seitdem in WGs, in Künstlerhäusern, in Familienwohnungen. Das Prinzip ist einfach: „Der Gastgeber meldet sich bei uns, wir machen einen Termin aus, kommen vorbei, bauen auf, essen zusammen, geben das Konzert, lassen den Hut rumgehen und unterhalten uns mit den Gästen.“

Mit dem Geld aus dem Hut sollen wenigstens die Fahrtkosten wieder eingespielt werden. Ansonsten steht das gemeinsame Erlebnis für Jules im Vordergrund. „Die Leute wissen vorher nicht, was passiert.“ Jedes Wohnzimmer sei anders, jedes Mal passiere was Neues, vor allem aber „ist so viel Zauber in der Luft.“ Zauber – das ist eine Vokabel, die im Gespräch mit Jules öfters fällt, wenn es um Musik geht. Schlimmes habe sie dementsprechend auf dieser Tour nicht erlebt, nur einmal sei ein riesiger Ast beziehungsweise kleiner Baum, der zur Wohnzimmerdekoration gehörte, auf sie gestürzt, jedoch ohne größere Blessuren zu verursachen.

Für Jules läuft es gerade richtig gut. Die Auftritte und Locations werden immer größer, sei es auf dem Münchner Tollwood oder bei Jazzfestivals. Am 19. Mai steht sie im Nürnberger Künstlerhaus auf der Bühne. Auf ihrem ersten Album will sie 17 Musiker zu einem Gesamtkunstwerk vereinen, Streicher, Bläser, Backgroundsänger inklusive. Eine Tour soll folgen. Unter Zeitdruck setzt sie sich aber nicht. „Die Musik soll so sein, dass ich damit zufrieden bin“, sagt Jules. Da ist sie kompromisslos.

Ansonsten ist sie offen. So findet sie etwa den aktuellen Erfolg deutschsprachiger Musik bemerkenswert. „Dass Deutsch wieder auftaucht, finde ich sehr schön.“ Aber es sei sehr schwer, schöne deutsche Texte zu schreiben. Deshalb singt sie erst mal weiter ihre Songs auf Englisch. Doch ausschließen will sie für die Zukunft nichts.

Ihre Gegenwart als Musikerin hat auch mit Jules‘ Vergangenheit zu tun. Zwar seien ihre Eltern keine Musiker. „Aber meine Mutter hat mir die erste Gitarre in die Hand gedrückt.“ Und auch der Vater habe sie mit seinen Joni-Mitchell-Platten beeinflusst. Die Kanadierin gehörte in den 70- und 80er-Jahren zu den bedeutendsten Singer-Songwriterinnen ihrer Generation. Jules‘ Eltern hätten sie in ihrem Wunsch, Musikerin zu werden, immer unterstützt. Auch als sie gesagt hat, dass sie Jazz-Gesang studieren will. Jules lacht. „Na ja“, meint sie. „Wahrscheinlich haben sie sich schon Sorgen gemacht.“ Aber welche Eltern tun das nicht?

Und falls es mit der großen Solo-Karriere doch nicht klappen sollte? Macht Jules halt Musik im Kleinen. Sei es als Studiomusikerin, Chorleiterin oder Gesangslehrerin. Unterrichten finde sie auch sehr spannend, sagt Jules. „Es kommt auf den Zauber von Musik an – egal wo.“ Und doch: „Natürlich macht mir die Bühne am allermeisten Spaß.“

Süddeutsche Zeitung – Band Der Woche – Mai 2016

Rita Argauer

60 Konzerte spielt Jules im Jahr. Oft ganz intim in irgendeinem Wohnzimmer in Deutschland. Jetzt sollen mehr Menschen von ihrem außerordentlichen Talent erfahren. Sie arbeitet an ihrer Debüt-Platte – ein Best-of-Album.

Best-of-Alben sind nichts für junge Künstler. Und schon gar nicht eignen sich diese retrospektiven Reste-Rampen als Debüt-Album. Doch die Münchner Sängerin und Songwriterin Julia Nagele veröffentlicht nun ein erstes Album, das gleichzeitig auch so etwas ist wie der Katalog ihrer bisherigen gesammelten Werke. Die erprobt sie immerhin schon seit Teenager-Zeiten und präsentiert sie in mehr als 60 Konzerten pro Jahr. Auch dafür hat sie sich ein besonderes Format ausgedacht: die professionalisierte WG-Jamsession. Zum dritten Mal ist sie nun schon auf eine Wohnzimmer-Konzert-Tournee durch unzählige Privat-Behausungen der Republik gefahren.

Julia Nagele, die sich als Musikerin Jules nennt, vermischt dabei auf funktionierende Weise Do-it-Yourself-Kultur mit dem Konzept eines professionellen Musikerlebens. Das beginnt bei ihrer Ausbildung. Denn anders als so viele schön singende Teenager entschließt sich Julia nach dem Abitur tatsächlich zum Gesangstudium. Erst an der Munich Jazz School, mittlerweile studiert sie Jazz-Gesang an der Musikhochschule Mannheim. Doch mit dem akademisierten Jazz-Betrieb hat die Musik, die sie selbst macht, nichts zu tun. Die klingt zunächst einmal handgemacht. Sparsam instrumentiert mit ein wenig Percussion, Klavier und Akustik-Gitarre schreibt sie seit Jahren kontinuierlich Songs, die gut und leicht hörbar sind und sich in jedem Kaffeehaus gut machen würden. Doch die Qualität dieser Musik zeigt sich dann in der detailreichen Harmonik, die Julia mit ihrer Jazz-geschulten Stimme und in intelligenten Arrangements unauffällig aber tiefenwirksam in ihre Musik zu packen vermag. Das ist etwas, das man nicht in den Open-Stage-Sessions der Stadt lernt, sondern nur durch eine stete Konfrontation mit den eigenen musikalischen Grenzen. Um das zu erkennen, dafür ist die Do-it-Yourself-Musikerin Julia jedoch akademisch genug, wenn sie etwa über ihr Musikhochschulstudium sagt: „Ich stoße dabei täglich an meine Grenzen, deshalb ist es manchmal auch erschöpfend. Meistens ist es aber einfach interessant, was es alles zu entdecken gibt, was Musik alles bedeuten kann und wie unterschiedlich der Umgang mit ihr ist.“ Besonders spannend sei für sie jedoch, wie sich die Charaktere der einzelnen Musiker in ihrem Spiel widerspiegeln. Und damit reißt Julia die Musik zurück in den subjektiven Ausdruck, der ihr ebenso vertraut ist.

Und nun soll es also – nach langem Musizieren in verschiedensten Formationen – endlich ein Album mit ihrer Musik geben: „Das Album ist ein Sammelwerk der vergangenen sechs Jahre und beinhaltet Lieder über das Leben, die Liebe, die Reise aus dem Nest sozusagen.“ Der etwas verschwimmende und allgemeine Posten, den sie mit dieser Aussage bezieht, ist bei Julia aber ebenso in ihre Ästhetik eingeschrieben wie ihre Art, diese glatte Oberfläche immer wieder ganz subtil zu verziehen. Das zeigt sich schon darin, mit wie vielen verschiedenen Musikern sie für dieses Album zusammen gearbeitet hat. Den Kern bilden Jan Dittmann am Kontrabass und Julian Losigkeit am Schlagzeug, hinzu kommen Bläser und sogar ein Streichquartett. Um die Produktion, die Veröffentlichung und die Konzerte kümmert sich Julia aber – ganz dem Underground entsprechend – wieder alleine. Um ihr Debüt-Best-of-Album zu finanzieren, hat sie dafür ein Crowdfunding-Projekt initiiert, das unter www.startnext.com/jules noch bis Sonntag, 22. Mai, läuft. Dass sie als Gegenleistung für die Finanzierung unter anderem Wohnzimmerkonzerte anbietet, verwundert dabei überhaupt nicht.

Merkur – Julia ist genauso alt wie ihre Heimatstadt – April 20

Angi Kiener

Julia Nagele ist auf den Tag so alt wie ihre Heimatstadt. Sie steht zurzeit am Beginn einer Karriere als Jazzsängerin. Beide feiern heute 25. Geburtstag

Germering – Heute vor 25 Jahren ist Germering zur Stadt erhoben worden. Am selben Tag erblickte eine junge Germeringerin das Licht der Welt: Julia Nagele. Sie ist gerade dabei, als Sängerin die Bühnen der Jazzwelt zu erobern.

Während sich ihre Heimatstadt auf die Feierlichkeiten zur Stadterhebung vorbereitet, dreht Julia Nagele, Künstlername „Jules“, an ganz anderen Stellschrauben: Sie startete vor kurzem eine Crowdfunding-Kampagne für ihr Debütalbum als Jazzsängerin – Crowdfunding steht für Geldsammeln via Internet. Zahlreiche Auftritte auf großen und kleinen Bühnen liegen bereits hinter ihr. Zuletzt begeisterte sie ihr Publikum im Rahmen der „Vocal Night“ in der Mannheimer Klapsmühl’.

Wenn sie mit ihrer StartUp-Kampagne die 8000-Euro-Marke knackt, geht die anvisierte Scheibe in Produktion. Mannheim ist derzeit ihr vorübergehendes Zuhause und der Dreh- und Angelpunkt ihrer Karriere als Musikerin: Hier studiert Julia Nagele an der Hochschule Jazzgesang und auf der dortigen Kleinkunstbühne Klapsmühl’ am Rathaus stellte sie im März ihr Debüt-Projekt einer breiten Öffentlichkeit vor.

„An dieser CD sind 17 Musiker beteiligt, darunter ein Streichquartett, ein fünfköpfiger Bläsersatz, Backingsänger und die Instrumentalisten der Rhythmusgruppe“, berichtet die 25-Jährige. Die Kritiker überschlugen sich mit Lob, sprachen von „eleganter Raffinesse, wunderbar musizierten Stücken rund um eine charismatische Sängerin“.

Warum brennt Julia Nagele für ihre Musik? „Das werde ich in letzter Zeit öfter gefragt und mir wird immer mehr bewusst, welch große Wirkung Musik auf einzelne Menschen aber auch Gruppen hat. Musik ist eine Sprache, die jeder versteht, sie ist friedlich und gemeinschaftlich – wenn Musik einen Raum erfüllt, wird jedes Individuum wieder ein Teil eines großen Ganzen.“

Dabei sei gar nicht ihr Traum gewesen, Musikerin zu werden: „Das ist mir einfach passiert“, gesteht sie. Heute fühlt es sich so an, als wäre es einfach normal und richtig – es gehört zu ihrem Alltag wie Essen oder Schlafen: „Es ist nur um einiges aufregender.“

Mittlerweile ist sie, wie sie selber sagt, reif für ein Album. „Bei 60 Konzerten im Jahr konnte ich unterschiedlichste Bühnen bespielen und viel ausprobieren, jetzt freue ich mich darauf, meine Musik auf einer CD zu präsentieren und hoffe, damit so viele Menschen wie möglich zu erreichen.“

Eigen und neuartig soll es werden, ihr erstes Album – mit unterschiedlichsten stilistischen Einflüssen und mit der Hilfe erfahrener Musiker will sie ihr Projekt verwirklichen. „Es wird echte handgemachte Musik mit Herz“, verspricht die 25-Jährige. Ihr Album wird ein Sammelwerk der letzten sechs Jahre – Lieder über das Leben, die Liebe, die Reise aus dem elterlichen Nest.

Bei ihren Crowdfunding-Unterstützern hat sie allein im Februar diesen Jahres 22 Wohnzimmerkonzerte gegeben, schon im November 2014 erhielt sie den Giesinger Kulturpreis. Doch ihr ganz persönliches Highlight war der Auftritt in Mannheim: „Wir haben mit dem kleinen Orchester das Programm des Albums aufgeführt – mit den Streichern, dem Schlagzeuger, E-Gitarre, Kontrabass und fünf Bläsern; das war Dolby Surround Sound de luxe auf der Bühne, die Stimmung war super und die Musiker haben meine Musik genau so interpretiert, wie es dem Moment entsprach und wie ich es mir gewünscht habe. Es war einfach toll.“

Wegen ihres Studiums ist Julia Nagele derzeit selten in in Germering. Sie möchte jetzt allerdings Kontakt zur Stadt aufnehmen, um eventuell noch etwas zu den Jubiläumsfeiern beizutragen. Sie denkt dabei an ein Konzert im Rahmen der Festwoche. Die findet vom 3. bis zum 5. Juni auf dem Platz vor der Stadthalle statt.

Die Rheinpfalz – Viele Facetten und Gymnastik für die Stimme – März 2016

Von Rainer Köhl

„Jules nennt sich die Singer/Songwriterin Julia Nagele, über deren wunderbare Musik mit ihrem Quartett man nur staunen kann. Wenig Jazz, dafür umso mehr wohlklingende Stile hat sie in ihren Songs miteinander verbunden. Mit „Harbour“, im Stil von Americana und alternativem Countryrock, ging es gleich eindrücklich los. Jules’ akustische Gitarrenbegleitung zu E-Gitarre, knorrig sonorem Kontrabass und Drums brachte große Tiefe in die Klänge.

Besonders Jörg Teicherts expressives Spiel auf der E-Gitarre, gewürzt mit Slide-Tönen und subtil verschatteten Klängen machte starke Wirkung. Sublime Stimmungen wurden beschworen, aber auch unbeschwerte, phantasievolle Popsongs hatte Jules in ihrem reichen Repertoire, das sie mit sehnsuchtsvoller Süße in der Stimme sang. Dazu gehörten auch Bluessongs mit viel Erotik. Jules spielte mit stimmlichen Nuancen und ließ ihr Organ klangstark aufröhren.

Sehr viele Gesichter, sehr viele Facetten hat Jules in ihrer Stimme und in ihren Songs. Fünf Bläser und ein Streichquartett kamen noch hinzu, für die der Trompeter Johannes Stange wunderschöne Arrangements geschrieben hat. Elegante Raffinesse tönte aus einer Latin-Nummer, romantisch verträumt kam der Popsong „Green Bird“ daher. Hymnisch und tanzbar ertönten weitere Songs: alles großartige Musik, wunderbar musiziert von einer ebenso sympathischen wie charismatischen Sängerin mit ihrer Band. Dass Jules bald nicht minder erfolgreich sein wird wie ihre großen Sangesschwestern von der Popakademie, Wallis Bird und Mine, lässt sich jetzt schon prophezeien.“

Mannheimer Morgen – Jazz: Jules und Valeria Maurer bei der „Vocal Night“ – März 2016

„Julia Nagele, als Sängerin kurz: Jules, hat ebenfalls viel vor sich, ist aber schon ein paar Schritte weiter. Sie kommt aus dem Singer/Songwriter-Milieu, ihre akustische Gitarre hängt ihr treu am Hals. Doch die Vokalphrasierungen in ihren englischsprachigen, stets selbstverfassten Liedern öffnen sich dem Jazz, und ihrer weichen, warmen Mädchenstimme ist der Blues nicht fremd. Jörg Teicherts E-Gitarre ohnehin nicht. Und die kleine Bühne füllt sich immer mehr. Fünf Bläser (unter ihnen Olaf Schönborn) und vier Streicher kommen zu Jules‘ Band hinzu. Johannes Stange hat für diese Musiker fast luxuriöse Arrangements geschrieben, schon das erste hat diesen nach Caipirinha schmeckenden Latino-Touch. Die volle Klapsmühl‘ tobt. Und irgendwann könnten auf Jules auch große Hallen warten.“

Kult(o)ur Sommer – Alles fließt… ins Künstlerhaus – Mai 2014

Augsburger Allgmeiner – Prickelnder Jazz und Soul – September 2014

Augsburger Allgemeine – Sphärenmusik mit körperlicher Erdung – März 2013

Merkur – professionelle Hülle, bewegender Inhalt – März 2013

Süddeutsche Zeitung – Band der Woche – März 2013

Süddeutsche Zeitung – Rückblick auf das Stadt-Land-Rock Festival 2011

Süddeutsche Zeitung – Gut Gewürfelt – Jules&Dices 2011